Worte, Taten und Symbole – Freud und Leid

Seit wenigen Tagen ziert ein Ring den Ringfinger an meiner linken Hand und sorgt dafür, dass ich mir ganz neue Gedanken für mein weiteres Leben mache, vor allem für die nahe Zukunft.

Aber jeder Gedanke hat einen Anfang und der liegt diesmal schon recht weit zurück. Ich weis nicht genau wie weit, aber es dürfte kurz nach dem Ereignis gewesen sein, welches ich als “ein Schritt zurück” bezeichne. Das eine Mal, wo ich mich entschlossen habe meinen Weg nicht fortzusetzen, sondern zurückzugehen und meinen alten Weg fortzusetzen.

Zu der Zeit habe ich meiner Liebsten das erste Mal gesagt, dass ich mit ihr alt werden möchte. Genau da hatte ich meiner Liebsten mein Wort gegeben, sie zu ehelichen. Ohne das passende Symbol ist dies in unserer Gesellschaft jedoch nicht akzeptiert, doch für den Samurai zählt sein Wort mehr als jedes Symbol.

Vielleicht ist es mir deswegen so lange nicht in den Sinn gekommen das bekannte Symbol zu besorgen, da für mich die Sache schon beschlossen war. Bis zu dem Tag als meine werte Mutter auf die Idee kam die Familie meiner Liebsten zum Osterfest einzuladen. Auf die Einladung hin kam von der Familie meiner Liebsten die Vermutung auf, dass wir unsere Verlobung bekannt geben wollten. Dem war nicht so. Aber dadurch war das Symbol wieder Präsent, oder eher die Bedeutung für diese Gesellschaft. Deshalb habe ich meine Liebste am Ostersamstag gefragt, ob sie mit mir zusammen Ringe aussuchen wolle, um dem Wort die Tat folgen zu lassen und das ganze mit einem Symbol zu besiegeln.

Ostersonntag zum Familientreffen war nur meine Familie anwesend, für meinen Geschmack mehr als genug Menschen und mehr als genug Trouble. Von unseren Plänen Ringe zu besorgen haben wir daher nichts gesagt. Erst am nächsten Werktag haben wir uns leicht nervös aufgemacht das begehrte Symbol zu besorgen und damit dem Rest der Gesellschaft unsere Absichten zu zeigen.

Die Kunde wurde rumgetragen und führte zu überwiegend positiven Rückmeldungen, leider sind nicht alle von unserem Glück überzeugt und freuen sich mit oder für uns.

Jedenfalls stellt sich einmal mehr heraus, dass in meiner Familie ein starkes Blutsband besteht, wofür ich wieder einmal sehr dankbar bin.

Share and Enjoy:
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Identi.ca
  • MySpace
  • Reddit
  • Slashdot
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Tumblr
  • Twitter

Eine Antwort zu “Worte, Taten und Symbole – Freud und Leid”

  1. Fedora sagt:

    Ich wünsch euch alles Gute. Ihr habt so lange zusammengehalten und euch (siehe “Schritt zurück”) auch in Zweifelsphasen letztendlich wieder zusammengerauft.
    Ich bin ziemlich überzeugt von eurem Glück. :)

Hinterlasse eine Antwort