Archiv für Dezember 2008

Wenn alles auf einmal kommt, hat man länger dran zu knabbern.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

So war es auch vorletztes Wochenende, welches schon durch die vorhergegangene Woche unter einem schlechten Stern stand.

Der kleine Byleist litt unter Atemproblemen, und Antibiotika, wie auch Cortisonspritzen konnten ihm nicht helfen. Freitag haben wir ihn dann erlöst. Für mich war am schlimmsten, dass er der erste meiner Jungs war, die bei der Narkose nicht die Augen geschlossen haben beim einschlafen, sondern sie weit aufriss. Dadurch plagen mich die Zweifel, ob es wirklich schon Zeit war diesen Schritt zu gehen. Trotzdem hoffe ich, er muss nicht mehr leiden und kann endlich seinen Bruder Loki und den Rest des Rudels wiedersehen.

Am Samstag wollten wir uns ablenken, auf dem Weihnachtsmarkt. Die Ziele waren klar definiert, Bratwurst und Crepes futtern, Met kaufen und wieder ab nach hause. Denkste! Eine junge Frau im Weihnachtsstress schaffte es im Parkhaus mit ihrem Mercedes beim zurücksetzen mein Auto anzustoßen, trotz Dauerhupenwarnung meinerseits. Und der Knaller, direkt im Anschluss nochmal. Mit anschließender versuchter Fahrerflucht – als ob nichts gewesen wäre. Immerhin hat sie den Motor ausgeschaltet und ist sofort meiner Aufforderung gefolgt auszusteigen, als ich neben ihrem Wagen stand und den Türgriff der Champagnerfarbenen Limousine fast abgerissen hatte. Die Kollisionen waren beide nicht stark, jeweils noch deutlich unter Schritttempo, jedoch wollte ich halt erstmal schauen, ob nicht irgend etwas an meinem Auto kaputt ist, bevor ich die Verursacherin ziehe lasse.

Ich bin nicht paranoid, was Autos angeht, mein Auto hat die komplette Vorderfront aus Kunststoff, da kann man gut 1-1,5 cm drücken ohne das etwas geschieht. Und bereichern will ich mich auch nicht, obwohl ich es gebrauchen könnte. Vielleicht bin ich zu gutgläubig, aber als keine Lackspuren, Kratzer, Beulen, Risse im Kunststoff zu entdecken waren, alles auch noch fest an seinem Platz war, hab ich die Frau gehen lassen, nachdem sie sich wenigstens entschuldigt hatte. Nach meiner persönlichen Meinung gehört der Frau der Führerschein abgenommen, aber die Polizei wird das anders sehen, also lohnt es sich nicht sie zu rufen – finanzieller Schaden ist halt nicht entstanden.

Jedenfalls hat das Erlebnis meiner liebsten und mir den Appetit und die Laune gehörig verdorben, weswegen der Weihnachtsmarkt besuch kurz und unschön verlief. Mit einer Flasche Met in der Hand haben wir uns dann zur Videothek aufgemacht um den Abend im sicheren Heim, abseits allen Weihnachtsirrsins zu verbringen. Mit den Filmen in der Hand raus aus dem Laden, und schon bemerke ich, dass meine Karte weg ist. Wahrscheinlich hab ich sie einfach nicht schnell genug aus dem Automaten gezogen, so dass dieser die Karte sicherheitshalber eingezogen hat. Einen Anruf bei Support und 5 Minuten Wartezeit später, konnte die nette Dame des Support mir meine Karte wieder aushändigen, schnell, unkompliziert, kostenlos, danke.

Das Wochenende war da aber schon gelaufen, zumindest für mich…