Archiv für Oktober 2008

Und wieder eine gute Tat

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Das Menschen ignorant sind, und nur das wahrnehmen, was sie wollen, ist mir zwar schon bekannt, aber dass allgemeine Gefahren nicht mehr gesehen werden ist mir neu.

Die schnellste Verbindung von der Innenstadt zu mir nach Hause ist die Pferdebahnstraße, bei uns auch der Straßenstrich.Bereits beim Einbiegen auf die Straße konnte ich das lodernde Feuer am Straßenrand sehen, welches einen am Laternenpfahl befestigten Plastik-Mülleimer verschlang. Interessanterweise standen die ersten Damen des Gewerbes keine 3 Meter weiter, ziemlich ungerührt.

Da es sich allerdings um Sachbeschädigung handelt, und zudem Feuer auch in unserer modernen Gesellschaft eine ernste Gefahr darstellt, habe ich die Feuerwehr verständigt, keine 5 Minuten später war das Problem gelöst.

Ich frage mich allerdings noch immer, warum sowas nicht mal mehr registriert wird. Warum keiner meint ein Feuer einfach mal zu melden, sondern nur danebenzustehen als ob man es nicht sieht. Gewalt in der Öffentlichkeit ist eine Sache, da mischen sich die Menschen nicht ein um nicht in Gefahr zu kommen, aber ein Feuer? Der Anruf beim Notruf ist sogar kostenfrei, auch vom Mobiltelefon aus.

Gute Nachrichten gibt es auch ab und an.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Jaha, heute morgen hab ich mich auf den Weg zu einem Carglass-Spezialisten (selbsternannt) in Essen gemacht und meinen Wagen dort Präsentiert.

Zu meiner Verwunderung hatte ich fünf Minuten später den Schlüssel für einen Blau-Weißen-Astra in der Hand und mein Autochen verschwand um die Ecke zur Reparatur.

Nach Angaben des Scheibendocs war der Steinschlag doch nicht im Sichtfeld, oder zumindest so nah am Außenbereich, dass eine Reparatur durchaus möglich ist.

Bis morgen fahre ich also mit einem “schicken” 210 PS Turbo Diesel durch die Gegend.

Pannenkurs – wofür eigentlich…

Dienstag, 21. Oktober 2008

Gestern war es ein sehr ruhiger Morgen. Wochenbeginn, an dem ich mich wie gewohnt entspannt und ausgeruht zur Arbeit begab. Doch auf der A40 wars mit der Ruhe schon kurz nach dem auffahren vorbei, mit einem lauten Tock schlug ein Stein auf meiner Frontscheibe ein und hinterlies eine schöne Macke. Natürlich genau dort, wo es laut Gesetzgebung nicht repariert werden darf – im Sichtfeld. Wobei das noch strittig ist, der Optimist in mir hofft noch, dass es noch grade außerhalb des Sichtfeldes ist. Eine Smart-Repair würde 80€ kosten, welche komplett von der Teilkasko übernommen werden, ein Austauschen der Scheibe würde mich meine Selbstbeteiligung kosten und das ist definitv zu viel für mich. Immerhin war das ein Grund mein letztes Auto zu verkaufen – nur das der Mitsubishi jetzt ein (fast) Neuwagen ist.

Im Hinblick auf den Pannenkurs von vor kurzem und dem Bericht von vor ein Paar Tagen ist es schon merkwürdig, nachdem ich den Pannenkurs absolviert habe, begegnen mir Situationen, wo das Wissen aus diesem Kurs einfach nicht weiterhelfen kann.

Aber um diese Jahreszeit bin ich eh dauerdeprimiert, vielleicht sehe ich das grade auch einfach nur wieder negativ.

Eine gute Tat am Tag

Freitag, 17. Oktober 2008

Sagt man nicht, dass man jeden Tag eine gute Tat tun sollte?

Gestern auf dem Weg zur Arbeit ging es mal wieder an der Ampel nicht vorwärts. Warum jemand zur Arbeit fährt während er oder sie noch schläft, war mein erster Gedanke. Doch dann ist der Transporter vor mir ausgeschert und mich blinkten die Warnblinker eines älteren Ford Fiasco Fiesta an. Am steuer eine verzweifelte Frau, welche mit der Gangschaltung kämpfte. Nach abwürgen sah das jedenfalls nicht aus. Um den Verkehr nicht auch noch zu behindern musste ich erstmal weiter, habe dann aber im Rückspiegel beobachten können, wie sich jeder an dem Voderman orientierte, somit keiner zum helfen stehenblieb. Also wendete ich, stellte mein Auto in der kleinen Seitenstrasse ab und hab den Fiesta erstmal von der Strasse geschoben. Die Fahrerin war so verzweifelt, oder stinksauer, dass sie kaum ein Wort rausbekam. Nach ein paar gezielten Fragen war klar, dass ich da nichts mehr tun konnte, hörte sich so an, als wäre der Kupplungszug gerissen, trotz gerissener Kupplung konnte kein Gang eingelegt werden. Also hab ich noch gewartet bis die Fahrerin ihr Warndreieck vor der Kurve abgestellt hatte, und habe mich dann verabschiedet.

Irgendwie hat mich das ganze an meinen alten Benz (Daimler Benz 190E) erinnert, wo mir das hätte jeden Tag ebenfalls passieren können. Naja, er hatte eine hydraulische Kupplung, aber vor Pannen war er definitiv nicht gefeit. Jedenfalls war der Benz wesentlich schwerer als der Fiesta von gestern, lies sich aber leichter anschieben.

Lustigerweise war ich erst letztes Wochenende mit meiner liebsten bei einem Pannenkurs einer deutschlandweiten roten Werkstattkette – sehr interessant und informativ, aber bei solchen Pannen kann man auch mit gutem Bordwerkzeug nichts mehr machen.

Our first nightmare…

Sonntag, 12. Oktober 2008

Das Geocaching inzwischen ein festes Hobby von mir und meiner liebsten geworden ist, ist ja nun nicht mehr unbekannt. Am erfolgreichsten und am spannendsten sind bisher die Nachtcaches gewesen.

Nachdem wir am Freitag mit 4 Leuten versucht haben den Metzger von Duisburg, einen Horror-Cache in Duisburg, nicht finden konnten, genauer gesagt konnten wir exakt einen Reflektor finden und sonst nichts, haben wir uns gestern aufgerafft und einen anderen Horror-Cache in Ickern gesucht.

Mal abgesehen davon, dass die Straßenführung für einen Großstädter schon Graus genug ist, lagen unsere Startkoordinaten irgendwo abseits der bekannten Straßen meines Navis. Nach einem einleitenden Fußmarsch durch ein schönes Naherhohlungsgebiet konnten wir aber starten. Der Anfang war auch noch sehr angenehm, breite Wege und der fast volle Mond machten die Taschenlampen beinahe überflüssig. Bis wir an der ersten Station vorbei waren. Denn dann kam der Nebel.

Mit jedem Schritt wurde es schlimmer und die Taschenlampen zeigten nur noch gestreutes Licht und den Boden direkt vor den eigenen Füßen. Trotzdem konnten die Spürnasen an der Brücke den ersten Hinweis finden.

Ok, es ist vielleicht noch nicht so ungewöhnlich, dass man einen Hinweis erhält, den man aus Zähnen und einem Dentalabdruck selbiger zusammensetzen muss… aber es geht ja noch weiter und natürlich tiefer in den Nebel rein, weg von den breiten übersichtlichen Wegen rein ins hohe nasse Gras. Dem Listing nach zu folgen sollte ein Kopf an den nächsten Koordinaten versteckt sein. Mit den schlimmsten Befürchtungen tasteten wir uns ins dunkle und leuchteten vorsichtig jedes mögliche Versteck aus. Wir fanden eine kleine Kiste, Blutverschmiert, welche wir öffneten und… einen Schritt zurücksprangen. Nach dem ersten Schreck, der eher aus der Situation denn aus dem Gefunden entstanden war, hörte man das Lachen unserer  beginnenden Verzweiflung durch das weitläufige Areal hallen. Für die Spurensicherung haben wir auch hier ein Beweisfoto gemacht.

Durch offene Flächen mit hohem Gras und bedeckt von dichtem Nebel folgten wir den Hinweisen zur nächsten Station, wo aus dem Schrecken der Weite, das beklemmende Gefühl der Enge wurde, als wir einen kleinen Waldpfad betraten. Mit zum zerreissen gespannten Nerven und vollgepumpt mit Adrenalin fanden wir den nächsten Hinweis. Ein kleiner Behälter in dem die Überrester zweier Opfer des Killers liegen sollten. Allerdings waren die Würmer schneller als wir, den Hinweis haben sie allerdings nicht angerührt.

Von hier aus ging es wirklich tief ins Unterholz, weit abseit von Trampelpfaden. Durch Dornenbüsche und Brennessel Plantagen gelangten wir zu einer weiteren letzten Ruhestätte. Hier hat uns der Killer einen eindeutigen Hinweis hinterlassen, den ich frei interpretiert an ihn zurücksenden möchte.

Mit diesem “Fingerzeig” konnten wir unseren Weg fortsetzen, raus aus dem düsteren Wald, über ein Hügelfeld bis wir uns über eine Böschung und durch einen Graben kämpfen mussten. Dort fanden wir den Hüter der finalen Koordinaten.

Um niemanden den Spaß zu nehmen werde ich hier nicht Bilder vom Final posten, aber wir waren Erfolgreich. Gegen 1 Uhr nachts konnten wir uns ins Logbuch eintragen. Und dann entspannt und klönend den Heimweg antreten. Da sich das Adrenalin genau so schnell abbaut, wie es wirkt, waren wir uns wenige Minuten später recht einig, dass es eine sehr schöne Runde war, gar nicht gruselig, evtl ein bisschen eklig und vor allem, dass wir ein gutes Team sind.

Vielleicht sollten wir bald über einen Gruppennamen nachdenken. Der offizielle Log findet sich auf Geocaching.com

Urlaub

Donnerstag, 02. Oktober 2008

Schon unglaublich, wenn man seinen Jahresurlaub in den Herbstferien verbringt.

Warum Jahresurlaub? Weil ich die längste Urlaubsphase des Jahres jetzt verbringe, volle zwei Wochen, welche gewiss nicht zu lang sind. Normalerweise wird mir nach einer Woche Urlaub langweilig, diesmal bin ich wirklich froh etwas mehr Zeit zu haben. Wie man an meinen nicht geschriebenen Blogeinträgen nicht sehen kann hatte ich ein wenig mit mir selbst zu kämpfen, Schule, Arbeit und vor allem die Familie können einen schon mächtig unter Druck setzen.

Jetzt, wo die erste Woche schon fast rum ist, bin ich endlich so weit wieder regeneriert, dass ich mich meinen geliebten Freizeitaktivitäten widmen kann. Gleich geht es noch raus zu dem nächsten auserkorenem Cache.

Nutzt den Tag, und die Nacht dazu!