Jawohl, ich habe mir eine Woche Urlaub gegönnt. Und diese habe ich komplett für meine liebste reserviert und alles andere mal außen vor gelassen. Ein paar Dinge, möchte ich dennoch hier zum Urlaub schreiben.
Da wäre das Geocaching, welches ein schöner Zeitvertreib an der frischen Luft ist. Das schöne daran ist wohl, dass man Mitglied einer großen Gemeinschaft ist, jedoch für sich, oder in einer kleinen Gruppe, dem Hobby fröhnen kann. Man muss sich nicht mit anderen auseinandersetzen, und man muss auch nicht komplett alleine bleiben. Es bleibt einem halt frei.
5 Caches sind wir diese Woche angegangen. Leider konnten wir den Tag über nicht viel machen, da die Temperaturen jenseits von Gut und Böse lagen. Das haben wir am deutlichsten zu spüren bekommen, wo wir im Essener Süden durch die Baldeney gestapft sind, auf den Spuren der Geschichte zur Klusenkapelle und der Isenburg.
Einschub: Bei der Isenburg haben wir die rätselhaften “Alien-Weberknechte” gefunden, ein paar Bilder von ihnen, werde ich nachträglich einstellen.
Bei über 30° im Schatten und langer Kleidung um den unwirtlichen Pflanzen des Waldbodens etwas entgegensetzen zu können, ein schweißtreibendes und kräftezehrendes Unterfangen. Leider konnten wir den Cache nicht heben, da wir die entkoordinaten nicht korrekt errechnet haben. Wahrscheinlich haben wir uns bei einer oder zwei Stationen vertan.
Ebenfalls schön war ein Cache an der Zeche Zollverein, welcher ebenfalls ein wenig Kultur in unsere Köpfe schaufelte und uns einen Nachmittag lang beschäftigte. Neben einem erfolgreichen Fund des Caches in seinem sehr guten Versteck hatten wir das Vergnügen einen guten Espresso in der dort ansässigen Bar zu trinken um den Regenschauer auszuweichen.
Ein echtes Highlight war ein Nachtcache, auf den wir Begleitung von einer guten Freundin hatten. Im Süden Velberts wagten zuerst meine Liebste und ich alleine unser Glück, allerdings brachen wir aufgrund der Dunkelheit und dem fehlen einer zweiten Taschenlampe ab. Mit Verstärkung und drei Taschenlampfen wagten wir zwei Tage später einen neuen Versuch. Und glaubt mir, es ist sehr ungewohnt in einer ländlichen Gegend in einen Wald zu marschieren, wo man die Hand vor Augen nicht sehen kann, und der Weg nach einem umgestürzten Baum nicht mehr zu erkennen ist. Da zusätzlich ein paar der Stationen nicht auffindbar waren, nahmen wir den freundlichen Telefonjoker des Versteckers in Anspruch, und bekamen telefonische Hinweise um nicht abbrechen zu müssen. In den frühen Morgenstunden saßen wir drei dann, glücklich über den Fund, im Auto auf den Heimweg.
Nach dem schönen Cache an der Zeche Zollverein in Essen, wollten wir auch weiterhin Kulturstätten besuchen und versuchten einen Cache beim alten Stahlwerk in Duisburg Meiderich. Diesen mussten wir allerdings nach ca 5 Stationen abbrechen, da wir einen Hinweis nicht mehr finden konnten. Schade, aber das ist höhere Gewalt *g*.
Ein schmankerl am Rande, auf dem Heimweg von einem Cache hat sich ein Grashüpfer an der Seitenscheibe meines Autos festgesetzt, und lies sich nicht vom Wind abhalten uns eine ganze Weile zu begleiten. Selbst auf der Landstraße mit Tempo 80 hielt er stolz seine Fühler schnittig zurückgelegt in den Wind. Bei Tempo 120 auf der Autobahn hatte er dann schwer zu kämpfen, seine Beine wirkten arg verdreht und er sah nicht mehr Taufrisch aus, aber er lies nicht locker. Erst bei McDonalds in Essen, nach ca 30 km Autofahrt sprang er quietschvergnügt von der Scheibe und hüpfte in sein neues Leben. Tapferer kleiner Kerl.
Morgen beginnt der ernst des Lebens erneut, und die Arbeit ruft. Nächste Woche kommt die Schule auch wieder dazu.
So long…