Archiv für April 2008

Zurück in den Alltag?

Samstag, 19. April 2008

Alltag? Alle Tage wieder? Immer das gleiche?

Nein, so würde ich meine gegenwärtige Situation nicht grade beschreiben. Es ist vielmehr… besseres. Wie ich es besser ausdrücken kann, wüsste ich nicht, es ist halt wieder wie vor der Zeit der Veränderungen… und doch ganz anders.

Nüchtern betrachtet oder zumindest von einem anderen Standpunkt aus, hat mein Schritt zurück nicht all zu viele Veränderungen nach sich gezogen. Auch wenn das Handeln wider meiner eigenen Überzeugung mich zu viel Nachdenken angeregt hat, und ich einiges verarbeiten musste… und noch muss.

Yare, es geht endlich wieder aufwärts, meine Motivation kehrt zurück, meine Gedanken kreisen nicht mehr nur über meinen Bruch mit mir selbst und bald ist meine Leistung bestimmt wieder auf altem Niveau. Es ist schwierig, sich selbst aus einem tiefen Loch zu holen, ich für meinen Teil kann und möchte dazu nur sagen, dass kleine Schritte mir mehr geholfen haben. Auch kleine Erfolge können aufbauen, selbst, wenn sie von anderen nicht als solches angesehen werden.

Jeden kleinen Schritt, den man abgeschlossen hat, kann man als Erfolg verbuchen. Auch wenn der Weg lang und steinig ist, und er durch kleine Schritte noch viel länger wirkt, ist er so doch sicherer zu begehen.

Einen Schritt zurück

Samstag, 05. April 2008

Es ist nicht leicht, einen Schritt zurückzutreten, wenn man es selbst für ein Zeichen von Schwäche hält. Wenn es bedeutet ein Hinderniss zu umgehen, vor einer Herausforderung zurückzuweichen oder schlicht einen einfacheren Weg zu gehen.

Was aber, wenn man einen Weg betreten hat, der sich als durchweg falsch herausstellt? Wo sich das ganze selbst dagegen sträubt weitere Schritte nach vorne zu tun?

Vor kurzen kam ich in einen solchen Konflikt. Alles in mir schrie danach, den alten Pfad weiter zu folgen, aber ich konnte es nicht, konnte es nicht, ohne mich selbst zu verraten – dachte ich zumindest. Nach einer Zeit des Ertragens, des Ignorierens,  brach auch mein Wille zusammen und eine Nacht ausserhalb meines Alltags reichte aus, um mir über etwas klar zu werden.

Ich habe einen Schritt zurück gemacht, bin auf den alten Pfad zurückgewechselt und habe gehofft dort wiederzufinden, was ich dort hinter mir gelassen hatte. Und dieser Schritt war einer der schwersten bisher, schwer deshalb, weil ich damit dritte verletzt habe, die nichts an dieser Situation ändern konnten. Und trotzdem war es ein Schritt, der mir gut getan hat. Seitdem ich diesen Pfad verließ konnte ich meine Ruhe nicht mehr finden. Auf diesem Pfad habe ich sie gelassen, mit allem anderen was mir wichtig war.

Ich bleibe dabei, dass ein Schritt zurück keine gute Sache ist – aber ich habe gelernt, dass jeder Schritt nach vorne noch viel besser überlegt sein muss.