Archiv für November 2006

Kriegsspiele und Amokläufe

Donnerstag, 23. November 2006

Ich bin es leid, mal wieder übersteigern sich die Nachrichten, darin, Gewaltverherrlichende Spiele anzuprangern, dem Sinnfreien Amoklauf des Bastian B. somit einen Grund zu geben, eine Erklärung für diese Tat zu suchen…

Wie so oft werden die Symptome erkannt: Gewaltspiele, Ballerspiele… oder “Killerspiele”. Man darf das aber nicht so sehen, zum einen ist es bei Menschen niemals nur ein Faktor, der ein bestimmtes Verhalten hervorruft, und zum anderen sollte man den grossen Kontext dazubeachten. Und wenn die Zensur nicht so erfolgreich wäre in diesem Land, würde man sich vielleicht ein Bild machen können von dem, was Bastian B. mit seiner Tat ausdrücken wollte. Man sollte nur mal durch seine Worte durchgucken, versuchen zu verstehen, was dahintersteckt.

Nein, er wollte keinen Krieg, er wollte lediglich aufrütteln, deshalb hat er auch seinen Nachlass im Internet verteilt, vor seiner Tat. Es hat sich ja auch keiner darum gekümmert, nur nach seiner Tat, da werden auf einmal alle Hebel in Bewegung gesetzt um die vorangegange Inkompetenz zu verbergen.

Die Gesellschaft ist dynamisch, sie wandelt sich, sie verändert sich mit rasender Geschwindigkeit. Ballerspiele sind heute so gang und gebe wie früher “Räuber und Gendarm”, das die Kinder heute nicht mehr rausgehen zum spielen, sondern ihre Kontakte über das Internet knüpfen und sich dort gemeinschaftlich beschäftigen, sollte keinen Verwundern, in einer Welt, wo die Kinder draussen nichts mehr verloren haben, wo kein Platz für sie ist.

Ich suche die Fehler, die auch dieser Tat vorausgegangen sind nicht bei den Symptomen der Gesellschaft, sondern bei der Gesellschaft selber… und ich hoffe, das es in dieser Gesellschaft noch Menschen gibt, die sich selbst ein Bild machen, und Nachdenken bevor sie handeln. Meine Worte hier werden im Nirvana des Netz verschwinden, eine Meinung von Tausenden… seine Tat jedoch verbleibt in den Köpfen… mit Erfolg, jedoch nicht mit den gewünschten Auswirkungen.

Ein jeder sollte stets versuchen ein Vorbild zu sein… für sich und für alle anderen… nur so lässt sich diese Gesellschaft wieder retten…

Windows Vista [Update 2]

Mittwoch, 22. November 2006

So, liebe Leser,

gestern durfte ich mir die Pest holen Windows Vista installieren.

Und ich war überrascht, während ein WindowsXP auf jedem Rechner von 300 MHz bis 2.4 GHz ca 45 Minuten für eine Grundinstallation brauchte, schaffte Vista es den Lappi innerhalb von 20 Minuten zu infizieren besetzen. Das System hat sich also sehr schnell und einfach installiert. Es hat sich auch direkt übers Internet aktiviert, brauchte dafür nichtmal eine Benutzereingabe. Eigentlich brauchte es den Benutzer nur, um den Benutzer anzulegen.

Wenn man sich Vista erstmal eingefangen installiert hat, wird man quasi von den neuen Effekten der Oberfläche ganz eingenommen, es macht wirklich Spaß, mit der neuen Oberfläche zu arbeiten. Das war es aber auch schon.

Die Sidebar könnte wirklich Sinnvoll sein, wenn denn auch enstprechende Gadgets mitgeliefert würden.

Was mir wirklich gegen den Strich geht, ist das Verhalten vom Fokus. Dauernd springt mir der Fokus aus dem Fenster in das neu aufpoppende Window, weshalb ich beim Tippen einfach nicht weiterkomme. Das wird sich legen, aber während der Installation, oder einfach während man mehrere Dinge gleichzeitig macht (Multitasking) ist dieses einfach grausam. Ich hoffe man kann das Verhalten diesbezüglich noch irgendwo einstellen…

Einstellungen, das ist das nächste… irgendwie ist Microsoft der Meinung, das man alle wichtigen Einstellungen möglichst gut verstecken sollte. Deshalb findet man auch gar nichts, es gibt zwar ein “Control Panel”, das ist aber abstrahiert, das der DAU-User damit klar kommt, und der erfahrene Anwender entnervt aufgibt, bevor er sich bis in die Tiefe des Systems vorgegraben hat.

Das wichtigste neue Feature, die UAC (User-Account-Control), welche davor schützen soll, dass irgendetwas mit Systemrechten arbeitet, ohne dass der User dies mitbekommt, muss man ausschalten, wenn man mit dem Ding vernünftig arbeiten will. Ein Anwender muss das nicht tun, vielleicht nicht, kommt auf seine Anwendungen an, aber er wird sich überfordert fühlen mit den Informationen, die die UAC ihm gibt über das was da passiert… “Irgendwas tut irgendwas und will dafür deine Zustimmung haben”…

Die Shell, wie bereits in einem anderen Post erwähnt, hat sich wirklich nicht verbessert, die sogenannte Tab-Completion, also das automatische Vervollständigen von Kommandozeilenbefehlen, beschränkt sich auf das Vervollständigen von Pfadnamen… und nichtmal das macht es gut…

Really a pain in the A** ist die neue Merge-Funktion des Explorers, wenn man ein Verzeichnis irgendwohin kopiert, wo bereits gleichbenanntes existiert, fragt der Explorer für jedes Unterverzeichnis und für jede Datei in jedem Verzeichnis nach welche Version man behalten will. Man kann zwar einen Haken setzen, damit er nicht für jede Datei oder jedes Verzeichnis derselben Ebene fragt… aber für unterebenen fragt er wieder…. 

Yare.. ich werd zusehen, das ich mit mit dem System anfreunde… was bleibt mir anderes übrig…

Schattenspiele…

Sonntag, 19. November 2006

Im Winter sind die Tage kürzer und die Nächte länger. Warum sollte man also nicht mal die Nacht nutzen, und ein Vampire-Life-Rollenspiel besuchen.

Ein neuer Charakter ist in wenigen Minuten erstellt, eine ausführliche Hintergrundgeschichte ist ebenso schnell geschrieben, zumindest in groben Zügen.

Ein Assamit wurde es diesmal. Ein Vampir eines Clans, der seine Assassinen in die ganze Welt ausschickt, der sich aus den Angelegenheiten anderer Clans raushält und berüchtigt ist für seine Fähigkeiten, die diese Blutlinie sich angeeignet hat. Das Image des Profikillers ist nicht schwer herzustellen, nicht wenn man sich dafür interessiert, und ein bisschen Unauffälligkeit ist auch nicht schwer herzustellen, vor allem, wenn man ungefährlich aussieht.

Der Abend an sich war dann nicht allzu lang, anders als geplant, aber für einen ersten Abend doch recht erfolgreich. Es ist recht leicht sich im Abseits zu bewegen, sich im Schatten aufzuhalten, und vor allem, sich unbemerkt im Rücken anderer Leute aufzuhalten ;-). Viel Aktionen konnte ich ja nicht bringen, wurde ja noch nicht beauftragt, aber das wird sich bestimmt bald ändern. Outtime geht das Play weiter, im Forum und per Mail, bis zum nächsten Termin.

Hingegen beginnt für mich der triste Alltag wieder, nachdem dieses ausgesprochen schöne und erfolgreiche Wochenende fast schon wieder vorbei ist… der angenehmste Teil ist jedenfalls schon vorbei… jetzt heist es noch etwas Kraft sammeln für die nächste Woche…

Endlich Wochenende…

Samstag, 18. November 2006

Yare yare… nach dieser… doch recht anstrengenden Woche freue ich mich auf ein noch anstrengenderes Wochenende ;-)

Der Samstag fängt noch ruhig an, wobei ich mich weder mit meinen Rechnern, noch mit sonstiger Kurzweil beschäftigen will, einfach entspannen, muss doch auch mal sein, Körper und Geist in Einklang bringen, so gut es eben geht.

Heute Abend geht es zum Life-Rollenspiel. Ja, ich weis, ich hab das LARP (Life Act Role Playing) aufgegeben, ende letzten Jahres… so wie es aussieht bleibe ich auch dabei. Es gibt einen kleinen Larpkreis, der an mich getreten ist, ob ich mich nicht als Spielleitung beteiligen möchte, aber das steht noch in den Sternen. Heute Abend werde ich zum Vampire-Life-Rollenspiel gehen, eine Willkommene Abwechslung vom klassischen Fantasy-LARP. Das Bistum zu Dorsten hat mich eingeladen, und ich werde dieser Einladung mit freude nachkommen.

Wie es dann morgen früh weitergeht… wird sich noch zeigen…

Allen Lesern wünsche ich ein schönes Wochenende…

Expertensystem und Unachtsamkeit…

Donnerstag, 16. November 2006

Linux gilt als Expertensystem, warum? Ganz einfach, als “root”, vergleichbar mit dem “Administrator” unter MS-Windows-Systemen, kann man alles am System machen, man kann aber auch viel falsch machen, was mitunter größere folgen nach sich ziehen kann.

So ist es mir gestern passiert, ich wollte von der Arbeit aus anfangen meinen Rechner zuhause upzudaten, ein eigentlich nicht allzu kompliziertes Prozedere… in der Regel verbinde ich mich mit meinem Heimnetzwerk, hole mir eine Liste der verfügbaren  Updates, starte den Kompiliervorgang, und fahre den Rechner danach runter. Aktiv bin ich dabei weniger als 2 Minuten, muss ja nur zwei Kommandozeilen absetzen.

Wenn man aber noch auf die Idee kommt, mal eben eine andere Shell ins System einzubauen, wird es gefährlich. Die Bash (Bourne Again Shell) ist zwar gut zu nutzen, es gibt aber eine Vielzahl anderer Shells,. welche je nach Anwender gewisse Vorteile bieten. Ich habe mich für fish (Friendly Interactiv Shell)  entschieden. Aber statt diese jedesmal neu starten zu müssen, wollte ich diese automatisch gestartet haben, wenn ich mich im System anmelde. Die einzig richtige Stelle dafür ist die “/etc/passwd” Datei, wo die Informationen der Benutzer hinterlegt werden, inclusive der Loginshell. Also diese Aufgemacht, den Pfad der neuen Shell eingegeben für den root-Account, gespeichert und die Session beendet.

Ja, und da war der Fehler, den wieder anmelden konnte ich mich nicht. Ein Typo im Pfad und schon hab ich mich von meinem eigenen System ausgeschlossen. Zumindest als root. Mein normaler Account ging ja noch, nur half der mir nicht wirklich weiter beim einspielen von Updates.

Man sollte also berücksichtigen, dass man nicht “mal eben” etwas am System ändern sollte… sonst kann man sich den ganzen Tag über die eigene Dummheit ärgern.

Veraltetes Werkzeug…

Dienstag, 14. November 2006

Auch der positivste Linux-User wird irgendwann verzweifeln, wenn es darum geht, die Kommandozeile einer Windows-Umgebung zu nutzen. Sie erging es mir heute. Warum? Lasst es mich erklären…

Zuerst sollte man festhalten, dass wir unser Setup für das Projekt an dem auch ich arbeite, mittels WiX (Windows Installer XML) zusammenbauen. Und für eben dieses Toolkit gibt es erst seit der Version 3 (noch Beta) eine akzeptable Einbindung in das “Visual Studio 2005″. Daher hatten wir bisher unser Setup mittels WiX-V2 aus diversen XML-Dateien zusammengebaut, diese in ein Visual Studio Projekt eingefügt, und die Kommadozeile des Compilers über die “Build Actions” des Projektes über eine Batchdatei aufgerufen. Ja, von hinten durch die Brust ins Auge… trifft es dafür ziemlich gut, aber es funktioniert.

Heute jedenfalls wollten wir zwei weitere Parameter in das Setup scripten, einmal das Datum im ISO-Format und die Zeit. Da jede Scriptsprache das hinkriegt, und nahezu jede Shell unter UNIX-Artigen Systemen, müsste die gute alte Kommandozeile von DOS, die ja seit Jahren nicht wesentlich verbessert wird, das beherrschen… falsch gedacht… man kann sich das Datum ausgeben lassen… das war es auch schon. Nun gut… der erste Versuch ist im Sand versunken, man rafft sich auf, und sucht in seinem Gedächtnis, was es nicht noch alles unter Windows-Umgebungen gab, um arbeiten zu können. Und man wird als nächstes beim “mächtigen” WSH (Windows-Scripting-Host) landen. Der ist nicht wesentlich neuer als die Kommandozeile, aber er beherrscht nützliche Funktionen um ein Datum so auszugeben, wie man es möchte.

Zwischenstand, wir haben etliche XML-Dateien für den Compiler, eine Batchdatei um die XML-Dateien und den Compiler zusammenzuführen, ein VBScript, um die schwäche der Kommandozeile auszumerzen, und ein VS2005 Projekt, welches über allem Thront. Man könnte also sagen, es wird wirklich kompliziert.

Ich habe mich also erstmal entschlossen alles etwas zu vereinfachen, und veraltete (jaja, wichtig für die Kompatibilität… dazu später) Methoden gegen zeitgemäßere auszutauschen. Kurzerhand wird also das (“.cmd”) gegen ein VBScript ausgetauscht, welches die Aufgaben des Hilfs-Scriptes aus dem letzten Schritt mit übernimmt und etwas mehr Flexibilität für die Zukunft offen lässt. Und was hält einen bei der Erstellung des neuen Scriptes auf? Natürlich, die Kommandozeile, welche man eigentlich aus dem Projekt kicken wollte. Warum?

Nun, die Kommandozeile wird man unter VBScript auch nicht los, man halt den Vorteil der Umgebung des Interpreters, der “mächtiger” ist als die Kommandozeile an sich. Um aber andere Programme aus dem Script heraus nutzen zu können, was muss man da machen? Genau, ein Shell-Objekt aufrufen, welches eigentlich nichts anderes darstellt, wie die Kommandozeile selber, halt nur über den Interpreter. Allerdings kann dieses Objekt nicht die ?6? Funktionen, welche die Kommandozeile tatsächlich selber beherrscht nutzen, nein, dafür muss das Objekt erst die Kommandozeile selber wieder aufrufen und das ist irgendwie von hinten… ich wiederhole mich…

Klar, es gäbe auch andere Möglichkeiten, zum Beispiel kann das “del”-Kommando der Kommandozeile durch Einsatz des FileSystemObject’s substituiert werden, jedoch ist dies mit unwesentlich mehr Code verbunden und, im Hinblick darauf, das wir (haha) das Setup-Projekt bald auf WiX-V3 umstellen, vom Aufwand her vielleicht nicht mehr ganz gerechtfertigt.

Schade eigentlich, dass die Kommandozeile von Microsoft so vernachlässigt wird, denn auch unter Windows ist sie noch wichtig, de es immer noch viele Schalter im System gibt, die sich nur über sie regeln lassen und viele Tools, die auf der Zeile zuhause sind.

Entscheidungen

Montag, 13. November 2006

Entscheidungen, so ist es überliefert, sollten innerhalb von 7 Herzschlägen gefällt werden.

Viele, die den Weg befolgen, schließen aus dieser Überlieferung, dass eine Entscheidung aus dem Bauch heraus, oder einfach nach Gefühl gefällt werden sollte. Jedoch kann ein Krieger es sich nicht erlauben Entscheidungen leichtfertig zu fällen. Immerhin sollte ein guter Krieger, eigentlich jeder gute Mensch, jede Entscheidung stets so fällen, dass sie nicht zu bereuen ist.

Eine gut gefällte Entscheidung erkennt man daran, dass man auch sein ganzes Leben lang die Situation neu begutachten kann, und stets zu dem Entschluss kommen würde, dass man diese Entscheidung damals richtig gefällt habe.

Aus diesem Blickwinkel, sieht man schnell, dass eine Entscheidung nicht in 7 Herzschlägen gefällt werden kann. Man hat viel zu viel zu beachten, viel zu viel zu berücksichtigen. Hier gilt es aber zu trennen. Alles, was es zu berücksichtigen gilt, ist die Situation, in der die Entscheidung gefällt werden soll. Wer alles berücksichtigt was für die Entscheidung nötig ist, kennt die Situation. Wer sich vorbereitet eine Entscheidung zu fällen, muss also erkennen, in welcher Situation er sich befindet. Es geht also darum erst zu erkennen, dann zu entscheiden.

Das erkennen einer Situation kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Je nachdem im welchen Rahmen eine Situation betrachtet werden soll. Seine gegenwärtige Situation im Leben ist bestimmt schwieriger und aufwendiger zu erkennen, als die Situation einer Schachfigur auf dem Brett.

Für das erkennen der Situation sollte man sich stets genügend Zeit nehmen. Eigentlich immer solange, bis sich die Entscheidung nicht mehr aufschieben lässt. Und dieser Moment ist dann, wenn man die Situation erkannt hat. Dann darf eine Entscheidung nicht länger verzögert werden. Von da an sollte eine Entscheidung in sieben Herzschlägen gefallen sein. Jede weitere Verzögerung ist ein Zeichen von Schwäche.

Wer in eine Situation kommt, die sich schneller ändert, als er sie erkennen kann, sollte trotzdem nicht einfach eine Entscheidung fällen. Vielmehr sollte er direkt die neue Situation zu erkennen versuchen. Eine Entscheidung zu fällen, ohne die Situation erkannt zu haben, wird fast immer zu einer Fehlentscheidung führen, was weitreichende Folgen nach sich ziehen kann, dies gilt es, sich immer vor Auge zu halten.

Problemlösung

Montag, 13. November 2006

Im Buch des Kriegers findet sich folgender Absatz: Es ist schwer, sich von seinen schlechten Gewohnheiten zu trennen und selbstlos zu sein. Wer ein schwieriges Problem lösen will, dem empfehle ich: Lass es zuerst auf sich beruhen und besinne dich auf die vier Schwüre in deinem Herzen. Schließe dann deinen Eigennutz aus und packe das Problem beherzt an und du wirst dein Ziel erreichen.

Es stellt sich die Frage, wie lange man ein Problem auf sich beruhen lassen soll. Nun, dazu gibt es an anderer Stelle genug Antworten, nur gibt es keine allgemein gültige. Ein guter Grundsatz kann hier sein, zu beachten, ob Leid aus dem Problem hervorgeht, oder nicht. Ein Problem, das Leiden hervorruft kann bei weitem nicht so lange auf sich beruhen, wie eines, welches keinem Schadet.

Abstrakt gesehen, verursacht jedes Problem irgendein Leid. So wie es ausschaut, gilt es also Leid zu klassifizieren. Ob ein Leid groß oder klein ist, kann bestimmt nicht objektiv betrachtet werden, somit sollte man sich bei obiger Fragestellung auf andere Klassifikationen besinnen. Wer sich nach der Intensität des Leides richtet, wird eher objektiv sein können, bei der Beurteilung, ob sofort angegangen werden soll, oder nicht. Ein Leid, welches ständig einwirkt darf nicht lange auf sich beruhen, ein Leid, welches an bestimmte Bedingungen geknüpft ist, sich somit nur als kurzweiliges und wiederkehrendes Leid zu erkennen gibt, kann getrost länger auf sich beruhen.

Ein simples Beispiel für ein ständiges Leid wäre der Stein im Schuh, sowohl bei jedem Schritt, als auch beim Stehen verursacht der Stein ein Leid. Der Träger wird sich nicht wohl fühlen können, solange der Stein im Schuh verbleibt, womöglich wird seine Konzentration, sogar sein inneres Gleichgewicht gestört. Ein solches Leid darf nicht lange auf sich beruhen.
Als ein kurzweiliges Leid, womöglich noch wiederkehrender Natur, möchte ich das Stumpfe Küchenmesser anführen. Es fügt keinem ein Leid zu, wenn es nicht gebraucht wird. Und wenn man es braucht, dann nur für kurze Augenblicke, danach verschwindet es wieder im Block. Es erfüllt seinen Zweck, jedoch nicht zufrieden stellend. Jedes mal, wenn es benutzt wird, wird es zu einem Leid für den Benutzer, jedoch nur für wenige Augenblicke. Ein solches Leiden darf ruhig länger auf sich beruhen, so keine Zeit ist, es direkt anzugehen.

Wenn das Problem nun lange genug auf sich beruhte, solle man seinen Eigennutz ausschließen und das Problem ohne diesen, beherzt angehen. Yare, den Eigennutz auszuschließen bedeutet, das Problem so zu beheben, dass es nicht nur für sich selbst behoben ist, sondern generell. Ein Problem, welches Eigennützig behoben wurde, stellt für andere noch ein Problem dar. Somit ist es nicht behoben. Zudem ist es rücksichtslos und egoistisch, ein Problem im Eigennutz zu beheben. Beherzt soll das Problem zudem angegangen werden. Beherzt, aber ohne Eigennutz. Es geht nicht nur darum, das Problem für sich selbst zu lösen, sondern für alle, die von dem Problem betroffen sind. Wer sich einem Problem beherzt widmet, wird nicht davon ablassen, bis es grundlegend gelöst ist. Nicht nur für sich selbst, sondern für alle, für die dieses Problem existiert.

Wenn etwas im Weg liegt, so ist dies ein Problem. Wie lange dieses Problem auf sich beruhen mag, ist hier nicht von Interesse, lediglich, die beherzte Lösung unter Ausschluss des Eigennutzes. Wer sich diesem Problem annimmt, kann die Blockade einfach aus seinem Weg schaffen, somit hätte er dieses Problem für sich gelöst, die Blockade steht jetzt jemand anderem im Weg. Ein Krieger sollte keine Probleme für sich selber lösen, er sollte einfach Probleme lösen. Die Blockade also so beseitigen, dass sie niemandem im Weg steht. Wenn dies außerhalb seiner Möglichkeiten liegt, sollte er sich so beherzt um diese Angelegenheit kümmern, bis das Problem endgültig gelöst ist.

Willkommen…

Montag, 13. November 2006

Yare yare, willkommen bei Forestwalk, meinem Blog, nun endlich unter eigener Domain.

Ich hoffe, dass ich hier einen häufigeren Tonus einhalten kann, damit ich meine Leser nicht wie bisher mit sporadischen Postings langweile…

Na dann… auf gehts…