Archiv für die Kategorie ‘GeoCaching’

Cold Case in Duisburg

Sonntag, 01. Februar 2009

Uns hat das Caching-Fieber noch vor dem Frühling wieder gepackt und so haben wir uns wiedermal des Nachts durch die Wälder geschlichen auf der Suche nach des Rätsels Lösung.

Letzten Mittwoch haben Ermittlering “Knautschi” und ich uns an einem Cache in Duisburg versucht, der als Horror-Cache ausgeschrieben war. Es sollte der Nachfolger-Cache zum “Metzger von Duisburg” sein, welcher als GC171N2 bekannt ist. Den Metzger hatten wir sogar mit vier Mann vergebens versucht und nach dem zweiten Versuch aufgegeben. Bei diesem wollten wir Erfolgreicher sein.

“Broken bones in the wood!” oder auch GC1HMZ9 lockte uns in die Kälte. Mit einer Thermoskanne Tee, guten Taschenlampen und den GPS-Gerät schlugen wir uns in Duisburg ins Grüne. Und nach nur wenigen Minuten konnten wir tatsächlich den ersten grausamen Fund machen.

GC1HMZ9_1

Unsere Spur war also richtig, so folgten wir den Hinweisen weiter, bis wir einen Hinweis fanden, der eindeutig frisch war.

GC1HMZ9_2

Schmeckte allerdings ein wenig Salzig. Nunja, Denkfleisch hält sich  nicht lang frisch, auch nicht im Wald bei Bodenfrost. Also schnell weiter und den Killer verfolgen. Wir mussten ihm sehr dicht auf den Fersen sein, denn er schlich nicht mehr durch den Wald, sondern trampelte alles platt, was ihm im Weg war, so auch sein nächstes Opfer, welches wir kurz darauf fanden.

GC1HMZ9_3

Leider kannte sich der Täter in der Gegend wesentlich besser aus als wir, weswegen er viel schneller vorankam. Mit ziemlicher Sicherheit haben wir einen Ort finden können, an dem er seine Trophäen gesammelt hat wie diese hier.

GC1HMZ9_4

Die Trophäe ist links im Bild, rechts meine Ermittlungskollegin “Knautschi”, normalerweise zuständig für die Fotobeweise ;-).

Die Schatzkiste des Täters konnten wir auch noch finden und sichern, jedoch den Täter selbst konnten wir nicht dingfest machen.

Gestern haben wir zu dritt den Cold Case des “Metzgers von Duisburg” oder GC171N2 nocheinmal probiert, da der andere Cache so gut gelaufen war. Mit dabei auch die Schnüffelnase Cindy.

Während Cindy’s Nase sich noch aklimatisieren musste, fanden wir den ersten Fingerzeig im grausigen Fall des Metzgers von Duisburg, angespornt durch den Erfolg vergass unsere Ermittlungskollegin sogar das Beweisfoto. Wir bewegten uns schnell weiter und fanden den zweiten Hinweis auf den Herzlosen Metzger mit Cindy’s Hilfe.

GC171N2_1

Mit dieser Spur konnte man was anfangen, immerhin hat es uns zu einer Trophäe des Täters geführt, welche offenbar mit exotischen Tinkturen auf Voodoo-Art behandelt wurde. Woher die langen Eckzähne stammen können wir uns bis heute nicht erklären. Jedoch war Ermittlerin “Schattenauge” hin und Weg.

GC171N2_2

Um das Versteck des Täters zu finden hatten wir nun fast alle Hinweise, jedoch fehlte uns wohl der richtige Durchblick um das Finale zu finden. Aber wie dem so ist, drei Augen sehen mehr als zwei, und mit dem Dritten sieht man besser.

GC171N2_3

Ein weiterer makaberer Hinweis, der uns aber die Augen öffnete. Wenige Minuten später konnten wir damit auch diesen Cache lösen.

Wie man an den Ausführungen erkennen kann, hatten wir eine menge Spaß diese beiden Caches zu heben, danke an die Macher und Maintainer.

Our first nightmare…

Sonntag, 12. Oktober 2008

Das Geocaching inzwischen ein festes Hobby von mir und meiner liebsten geworden ist, ist ja nun nicht mehr unbekannt. Am erfolgreichsten und am spannendsten sind bisher die Nachtcaches gewesen.

Nachdem wir am Freitag mit 4 Leuten versucht haben den Metzger von Duisburg, einen Horror-Cache in Duisburg, nicht finden konnten, genauer gesagt konnten wir exakt einen Reflektor finden und sonst nichts, haben wir uns gestern aufgerafft und einen anderen Horror-Cache in Ickern gesucht.

Mal abgesehen davon, dass die Straßenführung für einen Großstädter schon Graus genug ist, lagen unsere Startkoordinaten irgendwo abseits der bekannten Straßen meines Navis. Nach einem einleitenden Fußmarsch durch ein schönes Naherhohlungsgebiet konnten wir aber starten. Der Anfang war auch noch sehr angenehm, breite Wege und der fast volle Mond machten die Taschenlampen beinahe überflüssig. Bis wir an der ersten Station vorbei waren. Denn dann kam der Nebel.

Mit jedem Schritt wurde es schlimmer und die Taschenlampen zeigten nur noch gestreutes Licht und den Boden direkt vor den eigenen Füßen. Trotzdem konnten die Spürnasen an der Brücke den ersten Hinweis finden.

Ok, es ist vielleicht noch nicht so ungewöhnlich, dass man einen Hinweis erhält, den man aus Zähnen und einem Dentalabdruck selbiger zusammensetzen muss… aber es geht ja noch weiter und natürlich tiefer in den Nebel rein, weg von den breiten übersichtlichen Wegen rein ins hohe nasse Gras. Dem Listing nach zu folgen sollte ein Kopf an den nächsten Koordinaten versteckt sein. Mit den schlimmsten Befürchtungen tasteten wir uns ins dunkle und leuchteten vorsichtig jedes mögliche Versteck aus. Wir fanden eine kleine Kiste, Blutverschmiert, welche wir öffneten und… einen Schritt zurücksprangen. Nach dem ersten Schreck, der eher aus der Situation denn aus dem Gefunden entstanden war, hörte man das Lachen unserer  beginnenden Verzweiflung durch das weitläufige Areal hallen. Für die Spurensicherung haben wir auch hier ein Beweisfoto gemacht.

Durch offene Flächen mit hohem Gras und bedeckt von dichtem Nebel folgten wir den Hinweisen zur nächsten Station, wo aus dem Schrecken der Weite, das beklemmende Gefühl der Enge wurde, als wir einen kleinen Waldpfad betraten. Mit zum zerreissen gespannten Nerven und vollgepumpt mit Adrenalin fanden wir den nächsten Hinweis. Ein kleiner Behälter in dem die Überrester zweier Opfer des Killers liegen sollten. Allerdings waren die Würmer schneller als wir, den Hinweis haben sie allerdings nicht angerührt.

Von hier aus ging es wirklich tief ins Unterholz, weit abseit von Trampelpfaden. Durch Dornenbüsche und Brennessel Plantagen gelangten wir zu einer weiteren letzten Ruhestätte. Hier hat uns der Killer einen eindeutigen Hinweis hinterlassen, den ich frei interpretiert an ihn zurücksenden möchte.

Mit diesem “Fingerzeig” konnten wir unseren Weg fortsetzen, raus aus dem düsteren Wald, über ein Hügelfeld bis wir uns über eine Böschung und durch einen Graben kämpfen mussten. Dort fanden wir den Hüter der finalen Koordinaten.

Um niemanden den Spaß zu nehmen werde ich hier nicht Bilder vom Final posten, aber wir waren Erfolgreich. Gegen 1 Uhr nachts konnten wir uns ins Logbuch eintragen. Und dann entspannt und klönend den Heimweg antreten. Da sich das Adrenalin genau so schnell abbaut, wie es wirkt, waren wir uns wenige Minuten später recht einig, dass es eine sehr schöne Runde war, gar nicht gruselig, evtl ein bisschen eklig und vor allem, dass wir ein gutes Team sind.

Vielleicht sollten wir bald über einen Gruppennamen nachdenken. Der offizielle Log findet sich auf Geocaching.com

Auf den Spuren des Bruders… erneut fündig geworden!

Montag, 14. Juli 2008

Yare, obwohl nur ein ruhiges Wochenende anstand, und der Sonntag wiedermal viel zu schnell kam und viel zu kurz war, haben meine liebste und ich uns aufgemacht, um den Spuren eines Tempelritters zu folgen – ein neuer Cache hat unser Interesse geweckt.

Also folgten wir den Aufzeichnungen Bruder Astrums, und schlugen uns in die Wälder, wo wir erst feststellen mussten, dass eine Neubausiedlung mehr Nachteile bietet, als nur Häuser im Weg zu haben, sondern auch Waldwege nicht mehr so zu erreichen sind wie vorher. Wir mussten einen kleinen Umweg laufen um zum ersten Ziel zu gelangen, doch mein neues Spielzeug, ein Garmin Colorado 300, hat uns zuverlässig den Weg gewiesen. Mit den Hinweisen aus den Aufzeichnungen des Bruders fanden wir eine altertümliche Notiz mit den Koordinaten zum zweiten Hinweis, was wir umgehend dokumentierten.

Nachdem wir den Hinweis wieder sorgfältig versteckt haben, um weiteren interessierten nicht den Spaß zu nehmen, setzten wir den Weg fort um zur angegebenen Stelle zu gelangen. Auch hier wurden wir, durch die Hinweise aus den Aufzeichnungen fündig, wenn auch etwas mehr Zeit zum suchen aufgewendet werden musste. Aus den Aufzeichnungen ging hervor, dass der Bruder etwas für ihn wichtiges dort verloren hatte, wir fanden leider nur eine Phiole mit einem Lederband umwickelt, ich vermute dort hing beizeiten ein Anhänger, welcher inzwischen aber abhanden gekommen ist. Jedenfalls haben wir auch diesen Fund dokumentiert, bevor wir dem neuen Hinweis folgten.

Nicht lange später konnten wir den Schatz des Bruders in den Händen halten, inklusive dem Hinweis auf ein weiteres Abenteuer. Um auf keinen Fall etwas über das Finale zu verraten, haben wir davon nur ein Foto der Umgebung gemacht, die Zufriedenheit über den Fund sollte ersichtlich sein.

Die nächsten Caches sind schon ausgesucht, hoffen wir, dass das Wetter weiterhin so gut mitspielt.

Fündig geworden…

Dienstag, 08. Juli 2008

Mal wieder hat mich das Geocachen in seinen Bann gezogen und zusammen mit meiner Liebsten haben wir vor kurzem wieder angefangen nach Caches zu suchen.

Zum wiedereinstieg haben wir zwei Caches einer Kirchen-Reihe in Essen Werden besucht, was nach kurzer Zeit bereits von erfolg gekrönt war. Durch diese Erfolge motiviert haben wir uns dann einen größeren Cache mit 4 Stationen herausgesucht und diesen letzten Sonntag gejagt.

Hinaus zur Kläranlage in Bottrop, dort 3 Stationen abgehagt und die Informationen für das Final gesammelt, dann den Ausblick über die Kläranlage genossen. Klingt komisch, ist aber so. Die Kläranlage in Bottrop wurde mit einem schönen Grüngebiet umbaut, welches für längere und kürzere Spaziergänge sehr einladend ist. Aber weiter mit dem Cache, beim Lösen der Rechenaufgabe, um die letzten Koordinaten zu bekommen sind ein paar Fragen aufgetreten, und wir haben zwei verschiedene Koordinaten errechnen können.

By the way, wenn ich eine mehrstellige Nummer habe, und die Quersumme berechne, muss ich nur einmal alle Werte addieren, oder muss ich den Vorgang wiederholen bis nur noch eine Ziffer übrigbleibt?

Jedenfalls haben wir auf der Jagd nach dem Cache beide Koordinaten abgelaufen – leider erfolglos. Die ersten Koordinaten waren schlicht zu weit von der Anlage weg, wir haben die Suche dort erstmal abgebrochen und die anderen Koordinaten ausprobiert, wo wir uns auf gut glück und mit sehr schlechtem Satellitenempfang in ein Mückennest ins Grüne geschlagen haben, und dort auch nicht fündig wurden.

Wir gaben auf, mit der Prämisse, wiederzukommen und es erneut zu probieren.

Da ich neugierig war, habe ich die Rechnungen nochmal validiert und war gestern abend dort, einmal um die Aussicht zu genießen,

und zum weiteren um mit den neuen Koordinaten den Cache zu suchen. Da es diesmal Nachts war, wurde die Suche natürlich noch mehr erschwert, vor allem, wenn man wie ich kein Freund und Besitzer von Taschenlampen ist.

Ich habe mir für die zweite suche Verstärkung mitgenommen, und zu dritt, sind wir letztlich fündig geworden, konnten den kleinen Cache aus seinem Versteck ziehen und uns ins Logbuch eintragen.

Zum Trading hat mich ein Geocoin angelächelt, welcher 2003 von einem frisch verheirateten Pärchen auf die Reise in die Welt geschickt wurde. Nun ist der Coin bei mir und wird bald seine Reise forstetzen in einen neuen Cache.

Nach diesem weiteren Erfolg bin ich jedenfalls im Fieber geblieben und werde auch in nächster Zeit zusehen, dass ich mich draußen durchs Grüne schlage um weitere Caches zu finden – wer mich begleiten mag, einfach melden.